Was ist beim Dropshipping mit den Rückversand ???

Viele Verkäufer die einen Onlineshop betreiben, nutzen zunehmend die Vorteile des Dropshipping, wie man den Direktversand vom Großhandel an den Kunden des Onlineverkäufers nennt. Verkaufen ohne ein Warenlager zu betreiben oder das Sortiment des Shop mit diesem ständig abgleichen zu müssen, spart erheblich Betriebskosten und maximiert den Gewinn.

Obwohl der Großhandel den Versand der Ware für die Kunden seines Vertragshändlers übernimmt, bleibt die Frage, ob dieser Warentransfer auch für den Rückversand gilt, wenn der Endkunde, also der Kunde des Vertragshändlers, von seinem Widerrufs- und Rückgaberecht gebrauch macht.

Schauen wir uns die gesetzlichen Vorgaben und den Sachverhalt an, um zu klären, wer das Risiko des Rückversand trägt. Wer einen Onlineshop, egal nach welchen Konzept, unterhält, unterliegt dem Fernabsatzgesetz und dieses schreibt dem Händler vor, seinen Kunden ein 30-tägiges Widerrufs- und Rückgaberecht zu gewähren. Wenn ein Kunde ein Produkt aus dem Onlineshop, welches, aufgrund eines Dropshippingvertrags, mit dem Warensortiment eines Großhändlers befüllt ist, kauft, so hat er nicht bei dem Großhändler gekauft, was er als End- oder Privatkunde zudem gar nicht kann, sondern bei dem Onlineverkäufer, dem Vertragshändler des Großhandels, der als Betreiber im Impressum genannt wird. Es besteht kein Kaufvertrag zwischen dem Endkunden und dem Großhandel.

Beim Rückversand aufgrund des Widerrufsrechts des Endkunden, gilt die Vereinbarung, die für diesen Fall zur Durchführung der Rückgabe in der Widerrufsbelehrung getroffen worden ist. Diese besagt, laut aktuellem rechtsgültigen Muster, dass die Ware entweder, wenn es sich um eine paketversandfähige Ware handelt, an den Onlineverkäufer auf dessen Gefahr zurückzusenden ist oder wenn die Ware nicht in einem Paket zurückgeschickt werden kann, vom Onlinehändler bei Kunden abgeholt wird. Des weiteren ist der Onlinehändler verpflichtet den Artikelpreis inklusive der Versandkosten seinem Kunden zu erstatten, wenn dieser den Kaufvertrag innerhalb von 14 Tagen widerruft. Der Onlineverkäufer kann dem Großhandel, mit dem der Dropshippingvertrag besteht, diese Kosten nicht in Rechnung stellen, da erstens der Kaufvertrag zwischen ihm und seinen Endkunden besteht, zweitens der Rückversand auf diesen Kaufvertrag basiert und drittens der Großhandel dem Onlinehändler gegenüber , da dieser kein Verbraucher ist, nicht verpflichtet ist, ein Rückgaberecht einzuräumen.

Es empfiehlt sich, eine Vereinbarung zwischen Onlinehändler und Großhandel im Dropshippingvertrag aufzunehmen, die es dem Händler ermöglicht ,Waren, die von seinen Kunden zurückgeschickt wurden, an den Großhandel wie nicht verkaufte Kommissionsware zurückzugeben.

Da der Onlinehändler die Kosten für den Rückversand trägt, muss er die Wahrscheinlichkeit des Kaufvertragsrücktritts in seine Kalkulation einrechnen. Kostenersparnis beim Rückversand wäre eventuell noch über Sondertarife mit Versanddienstleistern machbar.

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