Anfänger? So erstellen Sie einen Onlineshop

Wer sich dafür entscheidet, mit einem Online Shop bestimmte Artikel zu verkaufen, muss sich im Vorfeld über viele verschiedene Dinge Gedanken machen. Es gibt im Netz so viele verschiedene Möglichkeiten und Anbieter, sich einen Online Shop zu erstellen, dass man schnell den Überblick verliert.

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Online Shops, die man selbst erstellen kann, sind groß. Die einen bringen Geld, die anderen kosten welches. Eins ist aber bei allen Shop gleich: Ein Online Shop, der rechtlich nicht sauber aufgesetzt ist, kann zu einer Abmahnung führen. Diese kann teuer werden – in der Regel eine drei-vierstellige Summe. Deshalb ist Vorsicht geboten.

Um den Überblick zu behalten, hat man die Möglichkeit einen Online Shop Vergleich auf  Homepage-Baukasten.com zu machen. Dort sind verschiedene Systeme aufgezeigt. Mit den Informationen kann man sich besser entscheiden, in welches System man sein Geld und seine Kraft investiert.

Um vor einer Abmahnung sicher zu sein, sollte man genau beachten, was der Gesetzgeber vorgibt. Natürlich gibt es eine Reihe von Shops, die diese Vorgaben nicht beachten und trotzdem weiter handeln. Denn wo kein Kläger da kein Richter. Aber man muss auch wissen, dass es Anwälte gibt, die sich einzig uns allein auf das Abmahnen solcher rechtlich unseriösen Shops uns Seiten spezialisiert haben. Was bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass man doch abgemahnt ist, in den letzten Jahren deutlich höher wurde.

Was braucht ein Online Shop, um rechtlich sicher zu sein?

Oberste Priorität für eine gewerbliche Internetseite hat hier das Impressum. Es muss deutlich ausweisen, wer für die Seite veranwortlich ist und unter welcher Steuernummer das Gewerbe läuft. Es muss leicht erkennbar sein, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein. Neben dem Impressum gibt es noch weitere Details, auf die genau geachtet werden muss.

Preisangaben
Um die Verbraucher  nicht zu „täuschen“, muss zwingend der Bruttopreis und die Umsatzsteuer der Ware angegeben sein. Wenn Versandkosten anfallen, müssen auch diese angegeben werden. Viele Online Shops in Deutschland haben eine grafische Darstellung „inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten“ eingebaut, die direkt neben dem angegebenen Preis steht. Damit ist unmissverständlich klar, um was es sich hier genau handelt.

Lieferzeiten
In der Regel geht der Kunde, falls es nicht anders angegeben ist, davon aus, dass das gekaufte Produkt sofort lieferbar ist. Das bedeutet, es ist innerhalb von 5 Tagen beim Verbraucher. Sollte die Ware nicht gleich lieferbar sein, so muss das, wie bei der Preisangabe, direkt neben dem Produkt zu sehen sein.

Warenkorb
Im Warenkorb selbst müssen der Preis und die Versandkosten noch einmal angezeigt werden. In einer Art Timeline muss erkennbar sein, wie die einzelnen Schritte bis zum Abschluss der Bestellung aussehen. Der Kunde muss genau erkennen, beispielsweise in Form von einem Bestell-Button, dass er mit Klicken dieses Buttons die Bestellung abschließt und einen Kaufvertrag eingeht.
Bei vielen Shops hat sich der Button „weiter“ durchgesetzt.

Datenabfrage bei Adresseingabe
Da mit Telefonnummern viel Schindluder getrieben wird, müssen die Daten des Kunden so abgefragt werden, dass die Eingabe der Telefonnummer keine Pflicht ist. Das ist gemäß dem Datenvermeidungsprinzip so. Nur, wenn die Telefonnummer unbedingt für die Bestellung notwendig ist, ist diese auch anzugeben.
Sollte die Ware in verschiedene Länder versendet werden, so ist es wichtig, dass nur die Länder auswählbar sind, für die auch die Versandkosten angegeben werden.

Zahlungsarten
Wenn für bestimmte Zahlungsarten zusätzliche Gebühren anfallen, muss das auch deklariert werden. Das muss auf einer speziellen Informationsseite geschehen und direkt bei dem Bestellprozess.

Pflichtangaben für die Bestellseite
Der Verbraucher muss eine komplette Übersicht über die bestellten Produkt erhalten, dazu gehören auch die Versandkosten und evtl. Zusatzkosten für bestimmte Zahlungsarten. Der Gesamtpreis muss ersichtlich sein, die Zahlungsart und die Liefer- bzw., falls abweichend die Rechnungsanschrift.
Der Kunde muss auch die Möglichkeit erhalten, noch einmal seine persönlichen Daten ändern zu können, beispielsweise wegen eines Eingabefehlers.
Sollten diese Informationen fehlen, so verlängert sich beim Kunden die Widerrufsfrist. Zusätzlich ist es ein Grund für eine Abmahnung durch einen Anwalt.

Widerrufsrecht und AGB
Bevor der Kunde seine Bestellung abschließen kann, muss er durch Setzen eines Hakens oder ähnliches auf das Widerrufsrecht und die gelten AGB für den Shop hingewiesen werden. Sollten die beiden Texte nicht vollständig auf der Seite für die Bestellung dargestellt sein, so muss es einen direkten Link zur ausführlichen Erläuterung dorthin geben. Meistens werden die Worte „Widerrufsrecht“ und „AGB“ verlinkt.

Bestellbestätigung
Wenn der Kunde die Bestellung beendet hat und den Kauf tätigt, so muss er auf elektronischem Wege unverzüglich per Mail eine Bestellbestätigung erhalten. In dieser sollten noch einmal alle Information über die Bestellung enthalten sein.

Wer sich an alle diese Tipps hält und sich für die Erstellung seines Online Shops die nötige Zeit und Ruhe lässt, dem wird Erfolg ins Haus stehen.

Der Händlerbund hilft, rechtlich korrekte Texte zu verfassen und so abgesichert zu sein. Auf http://www.b2b-grosshaendleradressen.de/haendlerbund.php wird genau erklärt, was der Händlerbund ist und welche Vorteile man hat.

4 Responses

  1. Claudia sagt:

    Hallo!

    Vielen Dank für den ausführlichen, verständlichen Artikel!
    Nun bin ich was den Aufbau des Online Shops angeht sehr gut informiert und zuversichtlich das ich alles in meinem Shop umsetzen kann.

    Ich hätte da aber trotzdem noch eine Frage, die mir hier ja vielleicht jemand beantworten kann.
    Wenn mein Shop nun erstklassig aufgebaut ist und super Voraussetzungen mit sich bringt, wie kann ich den Online Shop dann am effektivsten an die Leute bringen?
    Er ist zwar super aber bringt mir ohne eine gewisse Anzahl an Kundschaft ja reichlich wenig.
    Ich möchte nicht so viel in Werbung investieren aber den Shop trotzdem bekannt machen.
    Lösungsvorschläge?

    Großes Dankeschön im Voraus!

    Claudia

  2. Mark sagt:

    Sehr schöne Übersicht. Habe auch mit dem Gedanken gespielt, mir einen Online-Shop aufzubauen, jedoch fehlten mir die nötigen Informationen. Leider habe ich mich noch nicht auf die Produkte festelegen können, werde aber in nächster Zeit die Augen nach einer Marktlücke offen halten, vielleicht finde ich ja was. Super Arbeit hier!

  3. Olga sagt:

    Claudia, wenn Sie nicht viel in die Werbung investieren möchten, dann sollten Sie bestimmte SEO-Massnahmen unternehmen, wie z.B. Pressemitteilungen schreiben und veröffentlichen, Ihren Webshop in die Kataloge eintragen, Artikel schreiben usw. Das verlangt aber vor allem Geduld, denn dadurch wird Ihr Onlineshop nicht über Nacht berühmt. Viel Erfolg!

  4. Claudia sagt:

    Ja danke Olga!

    Ich hab mich nun schon umfangreich informiert.
    Mir ist klar, dass ich nicht von heute auf morgen in den Top 10 landen werde. Aber ich werde es gründlich und mit viel Zeit angehen!

    Vielen Dank für die Tipps!

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