Nun ist es endgültig raus: Die Schuldenkrise erreicht Deutschland


Der Verkauf von Staatsanleihen ist in den letzten Tagen zum Desaster geworden und damit haben die Anleger eine klare Sprache gesprochen. Seit einigen Tagen zeigt sich, dass eine Ausbreitung der Eurokrise auch auf die stärkeren Länder im Währungsbund nicht mehr zu halten ist. Nach Finnland, Holland und Österreich trifft es nun auch Deutschland.
Die Bundesfinanzagentur bot am Mittwoch eine zehnjährige Bundesanleihe an, die ein geplantes Volumen von 6 Milliarden Euro erreichen sollte. Die Investoren gaben insgesamt aber nur ein Gebot von 3,889 Milliarden Euro ab, was eine Einbuße von 35% bedeutet. Das war bislang der niedrigste Kupon für ein zehnjähriges Papier.
Experten werten dieses Vorgehen der Investoren und Anleger als Misstrauensvotum gegen die Eurozone. Zum momentanen Zins sei kein Anleger bereit zu kaufen, was bedeutet, dass die Euro-Schuldenkrise auf den innersten Kern von Europa übergesprungen ist. Im Vergleich zu anderen Ländern sind deutsche Staatsanleihen allerdings nach wie vor die sichersten, die es auf dem Markt zu erstehen gibt.

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