Durch die Wirtschaftskrise hat sich die Sprache der Werbeslogan geändert. Zwei verschiedene Tendenzen zeichnen sich ab. Übertriebener Luxus sowie zu großer Geiz sind nicht mehr angesagt. Geiz ist nicht mehr geil, der Verbraucher ist mündig geworden. Er lässt sich nicht mehr länger das „Billigste“ andrehen. Diese Entwicklung ist durch die Konsumflaute deutlich zu erkennen. Diese Entwicklung kann man auch in der Veränderung der Werbesprache beobachten. Nicht nur der Preis ist ausschlaggebend für den Kauf eines Produkts. Die Qualität der Ware sowie der Mehrwert sind entscheidend für den Kauf. Somit rückt die Produktqualität wieder ins Zentrum der Werbung. Die Markenslogans, die sich auf die Qualität der Produkte beziehen, haben sich von 9,5% auf 28,8% gesteigert. Es wird auf die Verknüpfung von vernünftigen und rationalen Slogans geachtet. Die Werbesprache bedient sich des zuversichtlichen Optimismus und schafft dadurch innovative und spaßorientierte Werbeslogans. Bei der Werbesprache kommt es auf die Art der Wortverwendung sowie auf die genaue Wortbezeichnung an. Dabei ist ein neues Wir-Gefühl zu erkennen. Dazu kommt ein vermehrter Gebrauch von englischen Begriffen und Kunstwörtern. Nach dem Wort „gemeinsam“ ist nun auch das englische Wort „we“ oft in der Werbung zu hören. In Krisenzeiten diene die Werbung als Spiegel der Gesellschaft, die in diesen Zeitenten eine Wertverschiebung sichtbar macht und Orientierung gibt.