Otto-Versand verkauft seinen Anteil an Großhandel an Rewe, der Kaufpreis soll ein mittlerer dreistelliger Millionen-Euro-Betrag sein Frankfurt - Der Otto-Versand steigt aus dem Großhandel aus. Wegen fehlender Synergien mit dem Kerngeschäft habe Otto seinen 50-prozentigen Anteil an der Fegro/Selgros-Großhandelsgesellschaft an den langjährigen Joint-Venture-Partner Rewe verkauft, teilte der weltgrößte Versandhändler am Donnerstag mit. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. In Branchenkreisen wurde er auf einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag beziffert. Handel Direkt traden mit Market Maker CMC Markets bezahlte Einschaltungen Der Verkauf habe "beträchtliche Finanzmittel für weitere Investitionen in die Zukunft der Otto Group freisetzen können", erklärte Otto-Finanzvorstand Jürgen Schulte-Laggenbeck. Die Kartellbehörden müssen dem rückwirkend zum 29. Februar 2008 getätigten Verkauf noch zustimmen. Gemeinschaftsunternehmen Fegro/Selgros wurde seit 1989 als Gemeinschaftsunternehmen von Otto und Rewe geführt und erzielt einen Jahresumsatz von 3 Mrd. Euro. Otto will sich auf den Versand- und Onlinehandel fokussieren und hatte im vergangenen Jahr bereits den Computer-Händler Actebis zerschlagen und verkauft - größtenteils an die Beteiligungsfirma Arques. "Wir können uns nunmehr mit aller Kraft unseren drei zentralen Wachstumsfeldern widmen, der Auslandsexpansion, dem E-Commerce und unserem Finanz- und Dienstleistungsgeschäft", erläuterte Otto-Chef Hans-Otto Schrader. Otto setzt mit 53.000 Mitarbeitern mehr als 15 Mrd. Euro im Jahr um und ist im weltweiten Online-Handel die Nummer Zwei hinter Amazon. (APA/Reuters)
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