Mooskugeln

Mooskugeln sind hierzulande als Pflanzen für ein Aqurium bekannt. Urspünglich kommen diese Pflanzen aus Japan. Natürliche Kolonien solcher Kugeln sind nur auch Estland, der Ukraine, Japan und Island bekannt. Mooskugeln haben noch andere Namen, z. B. werden sie auch lake ball oder Cladophra-Ball genannt.

Bei dieser Pflanze handelt es ich um eine Art fadenförmige Grünalge, die in Seen oberhalb des Äquators vorkommen. Der Name der Pflanze lässt auf die seltene Wachsform der Alge zurückgreifen. Die einzelnen Algenfäden verweben sich im Laufe des Wachstums zu großen grünen Kugeln, die eine samtweiche Oberfläche haben.

Mooskugeln wachsten pro Jahr im Durchschnitt ca. 5mm. Im Akansee, ein See in Japan wachsen die Algenkugeln besonderes gut. Sie können dort zwischen 20-30cm groß werden. 1897 wurde diese Kolonie entdeckt und seit dem hat sie (leider) an der beträchtlichen Größe verloren. Die runde Form der Kugeln entsteht durch die sanften Wellenbewegungen und durch die Strömungen, die die Kugeln immer wieder drehen.

Des weiteren hat auch die Sonneneinstrahlung etwas mit dem Aufsteigen und dem Absenken der Mooskugeln im Aquarium zu tun. Bei verstärkter Sonneneinstrahlung kommt es zu einer verstärkten Photosynthese und es werden Sauerstoffbläschen gebildet. Durch die Sauerstoffbläschen steigen die Kugeln vom Boden in Richtung Wasseroberfläche. Wenn die Dämmerung eintritt, singen die Algenkugeln langsam wieder auf den Bodengrund ab.

Da die Kugeln ringsum grün sind, kann die Photosynthese unabhängig von der Lage der Kugeln voranschreiten. Das Innere der Algenkugel ist ebenfalls grün, und mit Chloroplasten gefüllt, welches sich in einer Ruhephase befindet. Dieses Material kann innerhalb con wenigen Stunden aktiv werden, falls eine Kugel auseinander bricht. So wird aus einer Kugel zwei Kugeln, die unabhängig voneinander weiter wachsen können. Wie sich die Kugeln auf natürliche Art und Weise vermehren ist noch nicht richtig erforscht, die Tatsache, das die Kugeln weiter wachsen, wenn sie auseinander gebrochen sind hat man in der Zucht für Aquarien genutzt.

Dass Mooskugeln in Aquarien gehalten werden, ist erst seit 1970 bekannt. Allerdings verschwanden sie auch relativ schnell wieder. In Mitteleuropa werden Algenkugeln erst seit einigen Jahren wieder in den Zoofachhandel aufgenommen. Wahrscheinlich hängt es mit der verstärkten Haltung von Süßwassergarnelen zusammen, aber das ist nicht ausreichend durch Literatur geklärt.

Grundsätzlich ist zu den Algenkugeln im Aquarium folgendes zu sagen: In Kaltwasseraquarien wachen sie sehr langsam, nur wenige Millimeter im Jahr. In tropischen Aquarien, bei denen das Wasser konstant über 27 Grad warm ist, zerfallen die Pflanzen. Besondere Ansprüche an die Beleuchtung haben die Pflanzen nicht, es ist nur wichtig, dass die ab und zu gedreht werden oder sie genug Platz haben, um sich auf den Boden zu rollen. Ablagerungen von Mulch und Detritus mögen sie überhaupt ncht, ebenfalls den Befall von Blaualgen. Einen ph-Wert von 7-7,5 bevorzugen sie.

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