Jeder Zweite kauft online ein

Eine aktuelle Studie der Bitkom belegt, dass jeder zweite Bundesbürger mindestens einmal im Netz eingekauft hat. Demnach haben bereits über 40 Millionen Deutsche im Internet Waren erworben. Wird diese Zahl ins Verhältnis zur aktuellen Anzahl an Internetnutzern gesetzt, so haben ca. 81 % aller deutschen Internetnutzer bereits online eingekauft.

Dabei schätzen die Onlinekäufer die Vorteile, die mit dieser Einkaufslösung einhergehen. Dies gilt beispielsweise unter dem Aspekt der Bequemlichkeit. Ob nun Carhartt Online Shop oder CAFM Software, das Internet ist immer und fast überall verfügbar und bietet so gut wie alles, was man sich vorstellen kann. So kann das Einkaufen entspannt vom Sofa aus erledigt werden. Insbesondere bei schlechtem Wetter fehlt oftmals die nötige Motivation, um auf der Einkaufsmeile shoppen zu gehen. Der Einkauf kann auch leicht zwischen den einzelnen Arbeitspausen erledigt werde, denn der Kaufinteressent muss hierzu seine Arbeitsstätte nicht verlassen. Öffnungszeiten spielen keine Rolle, sodass der Einkauf bequem auch am Wochenende erledigt werden kann. Überfüllte Läden sowie langes Anstehen an der Kasse werden nicht länger zum Problem. Der Einkauf im Internet ist aber auch nicht ortsgebunden. Der Händler ist nämlich stets an derselben Stelle vorzufinden – im Netz. Die lange Anfahrt zu bestimmten Händlern und das eventuelle Verweilen im Stau kann man sich getrost sparen. Und wenn die Zeit nicht reicht, um vor Ladenschluss in das benachbarte Städtchen noch schnell einkaufen zu gehen, so kann dies frei von Hektik daheim erledigt werden. Somit ist der Einkauf im Netz auch noch zeitunabhängig. Mittlerweile haben sämtliche Händler auch eine eigene Internetpräsenz nebst einer ansprechenden Verkaufsplattform.

Die Kaufinteressenten schätzen zunehmend auch die Online-Vergleichsportale. Ist der Kaufwillige beim Fachhändler vor Ort, bekommt er zumeist nur ganz bestimmte Produkte angeboten. Die Vergleichsrechner ersparen dem Kunden das Aufsuchen mehrerer Fachhändler, um hierbei den günstigsten Preis ausfindig machen zu können. Er bekommt umgehend aufgezeigt, bei welchem Internethändler er das jeweilige Produkt am günstigsten erhält. Der Kunde kann auch mehrere Produkte miteinander vergleichen, um herauszufinden, welche Stärken und Schwächen das betreffende Produkt besitzt. Detaillierte Produktbeschreibungen liefern die notwendigen Informationen. Vor dem Kauf einer Ware im Internet werfen Kaufinteressenten häufig auch einen Blick auf die Rezensionen zum Produkt. Vor dem Kauf möchte der Interessent natürlich wissen, welche Erfahrungen andere Käufer mit dem Produkt gemacht haben und ob diese eine Kaufempfehlung aussprechen würden. Auch zu dem jeweiligen Onlinehändler können zahlreiche Bewertungen im Netz gefunden werden. Im Internet erhält der Kunde oftmals eine große Anzahl an Waren sehr übersichtlich nach Produktkategorien präsentiert. Der Interessent erreicht sein Ziel deutlich schneller.

Das Argument, Käufer würden beim Fachhändler sehr kompetent beraten werden, wurde in jüngster Vergangenheit zum Teil entkräftigt. Vor allem zahlreiche Elektronikfachmärkte wurden zuletzt hinsichtlich Beratungsqualität untersucht. Viele berieten die Kunden unvollständig oder sogar falsch. Der Online-Vertrieb punktet aber auch mit der Preiskomponente. Die Online-Händler kommen gegenüber dem Fachmarkt von nebenan mit deutlich weniger Personal zurecht, benötigen keine Verkaufsräume und profitieren von einer schlanken Verwaltung. Alles Kosten, die der ortsansässige Fachmarkt bei den Preisen zusätzlich berücksichtigen muss. Hierdurch entsteht beim Online-Einkauf ein erhebliches Sparpotenzial. Auch die Rückgaberechte sind in der Regel sehr verbraucherfreundlich.

Der Warenpreis wird im Internet zumeist per Rechnung beglichen. Für dieses Bezahlverfahren entschieden sich gemäß der Bitkom-Studie 42 % aller Internetnutzer. Vorkasse wird von ca. einem Drittel aller Internetnutzer der Zahlung per Überweisungsträger vorgezogen. Mit dieser Bezahlart kommt dem Käufer der Einkauf etwas günstiger. Mit 21 % folgen auf Platz drei die Bezahlverfahren der neuesten Generation. Hierzu gehören Paypal, Click&Buy sowie T-Pay. Hierbei ist die Eingabe der Kontodaten nicht erforderlich, da dem Bezahldienstleister bei Kontoeröffnung die eigene Bankverbindung bereits mitgeteilt wurde. Die Abwicklung der Bezahlvorgänge läuft meistens auch problemlos ab. Erst auf den nachfolgenden Plätzen folgt mit 20 % das Lastschriftverfahren, mit 18 % der Einkauf per Nachnahme und mit 17 % die Zahlung per Kreditkarte. Zur Kategorie der unermüdlichen Online-Käufer, die insgesamt 90 % ausmacht, zählen Internetnutzer im Alter zwischen 30 und 49 Jahren. Die internetaffine Gruppe der unter 30-jährigen erreicht lediglich zwei Drittel.

Zur Datenerhebung bediente sich Bitkom dem Meinungsforschungsinstitut Aris. Dieses befragte zum Thema deutschlandweit 1.000 deutschsprachige Bürger ab 14 Jahren.