Facebooks Like Button

Der Like-Button von Facebook ist inzwischen schon sehr berühmt. Unter jedem im Internet eingestellten Text, unter jedem abgegebenen Kommentar, unter jedem eingestellten Video können User kundtun, dass ihnen das Gesehene gefällt. Auf jedem Blog, egal ob er die Behandlung von Gesichtsfalten oder Jemako Zitronenbalsam zum Thema hat, kann man mittlerweile durch einen Klick Facebook verraten, was einem gefällt. Was für viele Nutzer ein großer Spaß ist, ist Datenschützern schon lange ein Dorn im Auge. Denn bei Facebook geht über das Anklicken des Like-Button eine Datensammlung inklusive einer Datenübermittlung in die USA vonstatten. Facebook nahm zu den Vorwürfen in Bezug auf mangelnden Datenschutz Stellung, indem erklärt wurde, dass jeder User sich durch die Nutzung von Facebook mit der Übermittlung seiner Daten in die USA einverstanden erklären würde. Dies heißt schlicht nichts anderes, als dass User die ihre Daten gerne geschützt haben möchten, sich nunmal nicht auf Facebook aufhalten sollten und auch den Facebook Like Button auf anderen Seiten nicht verwenden sollten. Indem man den Like Button klickt, erklärt man sich gleichzeitig mit einer Übermittlung seiner Daten in die USA einverstanden.

Doch dies ist nur die halbe Wahrheit. Erst vor wenigen Tagen wurde von Facebook-Vertretern eingeräumt, dass das Besuchen einer Website, welche einen Like Button enthält ausreicht um seine Daten an Facebook weiterzugeben. Der Like Button muss hierfür noch nicht einmal mehr angeklickt werden. Wenn ein Nicht-Facebook-Mitglied eine Seite mit Like Button aufruft, so erhält Facebook Daten über den verwendeten Browser, das Datum, die Uhrzeit und die IP. Facebook gibt zu, diese Daten zu verwenden, räumt aber ein, dass sie nach drei Monaten wieder vollständig gelöscht würden. User, die innerhalb der letzten zwei Jahre die Seite von Facebook selber besucht haben, haben darüber hinaus Cookies auf ihrem Computer gespeichert, welche eine absolut eindeutige Identifizierung ermöglichen, sofern die Cookies in dieser Zeit nie manuell entfernt wurden.

Rechtliche Konsequenzen
Aktuell ist es sehr schwierig vorauszusagen, welche rechtlichen Konsequenzen die immense Datensammlung für Facebook haben wird. Facebook hat seinen europäischen Sitz in Irland und bezieht sich daher auf irisches Recht. Fest steht allerdings, dass deutsche Website-Betreiber, welche den Like Button auf ihrer Seite eingebunden haben, künftig mit Konsequenzen rechnen müssen. So forderte der Datenschutzbeauftragte aus Schleswig Hollstein die Verhängung eines bis zu 50.000 Euro hohen Bußgeldes für alle Website-Betreiber, welche den Like Button verwenden und auf diese Art und Weise Daten für Facebook sammeln. Darüber hinaus forderte er alle Website Betreiber auf, den Like Button bis Ende September restlos zu entfernen.

Datenschutzkonformer Einsatz des Like Buttons
Einen Lösungsvorschlag zur datenschutzkonformen Nutzung des Like Buttons sieht die Behörde in der möglichen Verwendung einer vorgeschalteten Einverständniserklärung. Nur wer sich also wissentlich mit der Übermittlung und der Weiterverarbeitung seiner Daten einverstanden erklärt, hätte dann die Möglichkeit den Button überhaupt zu verwenden. Da richtungsweisende Gerichtsurteile oder eindeutige gesetzliche Regelungen zu dem Thema derzeit fehlen, ist mit einem Abschluss der Streifrage um den Like Button in nächster Zeit kaum zu rechnen. Derweil tüftelt Facebook schon einmal an der Entwicklung weiterer Buttons, so zum Beispiel der Read, Listen und Watch Buttons.

Wer wenig Fans für seine Seite hat und gerne tauschen möchte, sollte sich diesen Link hier mal ansehen.

2 Responses

  1. 4. November 2011

    […] Facebook Fans sind in so fern wichtig, als dass sie auf ihrer eigenen Seite das jeweilige Unternehmen bzw. die jeweilige Seite/ den jeweiligen Blog durch ihren „Like“ präsentieren und in gewisser Weise bewerben. Viele Facebook Fans ziehen damit schon fast automatisch wieder neue Fans nach sich. Die Nachfrage nach entsprechenden Fans ist folglich groß. Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass man diese sogar im Internet kaufen kann. Verrückt wie schnell sich im Online Bereich entstehende Marktnischen füllen. […]

  2. 4. November 2011

    […] darüber in wie weit es Unternehmen erlaubt sein sollte auf ihren Seiten soziale Netzwerke wie Facebook zu integrieren, welche sehr leichtfertig mit Daten […]

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