Existenzgründung

Die Realisierung einer beruflichen Selbstständigkeit bezeichnet man als Existenzgründung. Wirtschaftlich bedeutet es eine Unternehmensgründung, wobei dieser Begriff eher für Gründung größerer Unternehmen benutzt wird. Die Gründung erfolgt durch Beginn der Geschäftstätigkeit, formaljuristisch durch die Gewerbeanmeldung oder bei freien Berufen, durch Anmeldung der freiberuflichen Tätigkeit beim zuständigen Finanzamt. Der erste Teil der Gründung ist somit abgeschlossen. Weitere Formalitäten können auf die Gründer zukommen, wie etwa die Mitgliedschaft in der Industrie- und Handelskammer oder die Eintragung in die Handwerksrolle. Die Mitgliedschaft in der IHK eine Pflichtmitgliedschaft ist, welches hierbei zu beachten gilt. Für die Eintragung in die Handwerksrolle gilt ähnliches. Die Tätigkeiten die einen Meistertitel erforderlich machen und den Tätigkeiten, die diesen nicht mehr erfordern ist hier zu unterscheiden. Die handwerksähnlichen Tätigkeiten gibt es hier noch zusätzlich. Hier werden die beruflichen Qualifikationen nicht benötigt. In den meisten Fällen lässt sich die Aufnahme in die Handwerksrolle nicht umgehen. Zum Eröffnen eines Cafés oder Restaurant werden Genehmigungen wie z. B. die Gaststättenkonzession , die wiederum von den Kontrollen des Veterinär- und Gesundheitsamtes abhängt, benötigt. Sachkundennachweise sind (z. B. beim Handel mit Milch, Waffen oder Arzneimitteln) erforderlich. Bei der Beantragung von Fördermitteln zur Existenzgründung müssen in der Regel die entsprechenden Geschäftsideen und die potenziellen Kunden gegenüber größeren Institutionen offen gelegt werden. Ohne vorherige Gegenleistung erhalten diese Institutionen Einsicht in Geschäftsgeheimnisse des Gründers. Dabei lässt sich leider nicht ausschließen, dass die Geschäftsidee und die Kundenkontakte (nicht gesetzlich gesichert wie z. B. Patente) in irgendeiner nicht nachweisbaren oder nicht belangbaren Form andere Unternehmen erreichen und dort dann umgesetzt werden. Mit dem Antrag auf Fördermittel sollte also kein detaillierten Businessplan beigelegt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.