Bauvorschiften zur Errichtung eines Wintergartens

Der Wintergarten ist seiner Definition nach ein geschlossener Anbau an ein Gebäude, ein selbständiges Bauwerk oder eine Konstruktion, die in das Gebäude integriert wurde. Er besitzt mindestens eine Wandfläche und der Großteil der Dachfläche besteht aus lichtdurchlässigen Baustoffen. Der Wintergarten ist für den dauerhaften Aufenthalt von Personen ausgelegt und somit ist die jeweilige Bauordnung zu beachten und einzuhalten.
Wintergärten sind bundeseinheitlich genehmigungspflichtig. Ohne eine gültige Baugenehmigung darf kein Wintergarten errichtet werden. Die Regelungen sind in den jeweiligen Landesbauordnungen festgelegt und können daher von Bundesland zu Bundesland variieren.

Bauvorschriften

Die gültigen Bauvorschriften für Wintergärten umfassen die Vorschriften zum Brandschutz, Schallschutz, Umweltschutz, Wärmeschutz. Für den Wärmeschutz ist die Energieeinsparverordnung (EnEV) einzuhalten. Bauvorschriften bezüglich der Grenzabstände, Konstruktion und der Gestaltung sind in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt, können schon von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich gehandhabt werden. Hier ist es wichtig, beim zuständigen Bauamt Erkundigungen einzuholen um abzuklären ob das Vorhaben auch umsetzbar ist. Das Bauamt gibt auch Auskunft über festgesetzte Vorschriften in Bebauungsplangebieten, welche Unterlagen für die Baugenehmigung einzureichen sind und ob für das Vorhaben Architekten- und/oder Bauleiterzwang besteht.

Eine zentrale Stellung der Bauvorschriften nimmt die Statik ein. Wenn der Wintergarten über einen Händler bezogen wird, liefert dieser in der Regel die Baustatik für den Wintergarten. Bei einer individuellen Planung werden die statischen Nachweise durch ein Ingenieur-/Statikbüro erstellt. Dieser Nachweis ist für die Standsicherheit des Bauvorhabens wichtig.

Bauantrag und Baugenehmigung

Der Bauantrag umfasst die Unterlagen zum Nachweis der Einhaltung der Bauvorschriften für die Errichtung des Wintergartens. Neben den allgemeinen Formblättern ist ein Lageplan mit der Kennzeichnung des geplanten Wintergartens einzureichen. Bei einer Grenzbebauung ist hier auch die Unterschrift des Nachbarn notwendig. Bauzeichnungen, die Nachweise Statische Berechnungen, Einhaltung der Energiesparverordnung (EnEV), die Berechnungen zu Nutz- und Wohnflächen, dem umbauten Raum und den Baukosten sowie der Baubeschreibung mit Angaben zu den Baumaterialien gehören ebenfalls zu den einzureichenden Unterlagen. Zusätzlich können Nachweise zum Brandschutz und Schallschutz erforderlich werden. Nach Prüfung der Unterlagen und der Einhaltung aller Bauvorschriften erfolgt die Erteilung der Baugenehmigung.

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