Ab dem 21. Dezember kommen die neuen Unisex-Versicherungstarife – Was ändert sich?

Ab dem 21. Dezember 2012 kommen die neuen Unisex Versicherungstarife, diese sind für Mann und Frau gleich. Der Unisex-Versicherungstarif bringt durch die angepasste Preisstaffelung sowohl Vergünstigungen als auch Preissteigerungen mit sich. Die Beitragsberechnung anhand des bisher eingesetzten kalkulierten Geschlechterrisikos wird also abgeschafft.

Für Männer wird es überwiegend teurer. Die gravierendsten Änderungen sind mit 25% der Beitrag zur privaten Krankenversicherung, mit 33% bei der Pflegerentenversicherungsbeitrag und mit 36% der Beitrag zur Pflegetagesgeldversicherung. Mit Einsparungen hingegen können die Männer bei der Risikolebensversicherung rechnen. Hier allerdings wird es bei Frauen bedeutend teurer, eine 91 prozentige Tarifsteigerung steht an. Bei anderen Versicherungen hingegen wird es günstiger für das weibliche Geschlecht.

Diese Änderungen kommen durch den Beschluss des Europäischen Gerichtshofes vom 1. März 2011 unter Bezugnahme der EU-Gleichstellungsrichtlinie aus dem Jahr 2004 zustande. Dieser Beschluss sagt aus, dass ab dem 21. Dezember 2012 Unisex-Tarife für alle neuen Versicherungsverträge verpflichtend sind.

Was nun durch die Versicherungsbeiträge beginnt, ist im Lohnsegment noch weit entfernt. Hier in Deutschland verdienen Frauen nach der Eurostat 2010 Umfrage durch die Hans-Böckler-Stiftung aus dem vergangenen Jahr immer noch durchschnittlich 23% weniger als ihre männlichen Kollegen. Damit liegt Deutschland zusammen mit Tschechien, Österreich, Finnland und Estland an der Spitze dieses europaweiten Vergleichs. Am geringsten ist der Gehaltsunterschied in Italien und Rumänien.

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